16.03.2025
Mit Kohlscheid wurde ich 1982 vertrauter, zuerst auf der Suche nach einem Haus in der Weststraße, dann bei der Entscheidung für ein Bauträgerhaus „hinter“ der Weststraße. So wurde Kohlscheid 1983 mein Wohnort. Aber bis 2010 war Kohlscheid „nur“ mein Schlafort, gearbeitet habe ich in Aachen.
Wird man mit dem Wohnen in Kohlscheid zum Herzogenrather?
Das trifft eher verwaltungstechnisch zu, vom Gefühl her ist man Kohlscheider. Und das dürfte für die hier Geborenen noch stärker zutreffen als für uns Zugezogene; man zieht nach Kohlscheid, nicht nach Herzogenrath. Das gilt übrigens genauso für Herzogenrather oder Merksteiner.
Auf die Frage, „Wo wohnst Du?“ gibt es diese Antworten:
„in Kohlscheid", wenn jemand die Gegend hier kennt; oder
„bei Aachen“, wenn die Gegend nicht bekannt ist – oder
für Niederländer „bei Kerkrade“.
Und "in Herzogenrath", wenn man korrekt sein will.
Das gilt aber nur, wenn ich quasi in Kohlscheid-Mitte wohne. Wohne ich in einem der alten Ortsteile, könnte es auch heißen:
in Pannesheide, in Klinkheide, in Rumpen, in Berensberg. Sogar in Kämpchen.
Mich interessiert schon länger, wie dieses Gefühl der Zugehörigkeit entsteht, was diese Identifikation mit seiner direkteren Nachbarschaft bedeutet.